Als eine ihrer Töchter den Konfirmationsunterricht besuchte, fragte Heidi Scheffler bei Pastor Hans-Jürgen Martensen an, ob sie einmal am Unterricht teilnehmen dürfe, es interessiere sie, was man da heute so macht.
Sie durfte – und blieb, machte eine kirchliche Ausbildung und übernahm für viele, viele Jahre den Vorkonfirmandenunterricht in Ansgar.
Freizeiten in Sprötze, eine Woche für die „Neuen“ im Herbst, ein langes Wochenende für die Älteren im Januar, sie war dabei, leitete kompetent, und all diese Arbeit hat ihr sehr große Freude gemacht, wir haben viel Ernst und viel Spaß gehabt.
Irgendwann fand sie, sie sei nun zu alt für diese Arbeit. Ich fand das nicht, aber natürlich habe ich das respektiert, ich hatte ja auch allen Grund zur Dankbarkeit, dass ich überhaupt so lange mit ihr hatte zusammenarbeiten können – und sie hatte weit mehr Kraft und Zeit eingebracht, als ihr Anstellungsverhältnis verlangt hätte.
Im Kirchenvorstand brachte sie sich ebenfalls ein und übernahm für viele Jahre auch den Vorsitz, sie hat den Laden gut zusammengehütet.
Und sie war Mitglied der Hamburger Synode.. und…und… und..
Und dann hörte sie ganz auf – das war auch ihrem gesundheitlichen Zustand geschuldet, einer Beeinträchtigung durch die Spätwirkung ihrer Polioerkrankung. Die letzten gut 2 Jahre lebte sie, an den Rollstuhl gebunden, im
Christophorushaus, gut betreut und mit vielen Kontakten, sie hat sich dort sehr wohlgefühlt.
Am Sonntag Quasimodogeniti ist sie nach kurzer Krankheit ganz friedlich eingeschlafen.
Ansgar hat ihr sehr viel zu verdanken!
Helge Martens, Pastor i.R.
