NEUES AUS DER PRÄDIKANTENAUSBILDUNG

Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergeht: im Oktober 2024 war ich zu meinem ersten Ausbildungswochenende in Ratzeburg und gefühlt lagen drei lange Jahre vor mir. Mit mir durchlaufen 24 Menschen aus der gesamten
Nordkirche diese Ausbildung. Sie besteht aus Seminarwochenenden, der Anleitung vor Ort (für mich ist das Pastorin Raute Martinsen) und regelmäßigen Gesprächen mit einem gemeindefremden supervisorischen Begleiter,  den ich vor der Ausbildung nicht kannte.
Die Seminare sind in drei Module unterteilt:
Das 1. Modul mit der Überschrift „Bibel und Andacht“ und das 2. Modul „Gottesdienstgestaltung“ sind bereits vorbei, mit vielen spannenden und bereichernden Themen wie Hermeneutik (Lehre und Methode der Auslegung,
Interpretation und des Verstehens biblischer Texte), Einführung sowohl in das Alte als auch das Neue Testament, Liturgie und ihre einzelnen Bausteine, deren Bedeutung und der Rahmen, begleitet von vielen Übungen und auch (Haus-)Aufgaben.
Jetzt befinde ich mich im letzten Modul mit dem Schwerpunkt „Predigt, Theologie und Sakramente“. Es liegen (leider) nur noch wenige Wochenendseminare vor mir. Ende August wird unser letztes sein. Danach gehen wir in die Phase der Werkstattgottesdienste: jede:r von uns bereitet für die Heimatgemeinde einen Gottesdienst vor, zu dem aber auch Kolleg:innen aus dem Kurs kommen, sowie eine Person aus dem Leitungsteam der Ausbildung. Direkt nach dem Gottesdienst gibt es zwei Nachgespräche: eines mit der Gottesdienstgemeinde und eines mit den Ausbildungskolleg:innen, sowie der Ausbildungsleitung, der Anleitung vor Ort und meinem supervisorischen Begleiter. Das wird eine aufregende Phase, auf die ich mich sehr freue. Mein eigener Werkstattgottesdienst wird erst in 2027 sein und er wird auch hier im Gemeindebrief angekündigt werden. Ich freue mich schon
darauf, ihn mit Ihnen zu feiern.
Seit Beginn des 3. Moduls dürfen wir auch – genau wie Vikare in der Vikariatszeit – mit unserem Prädikantentalar auftreten, auch wenn wir uns noch in Ausbildung befinden, um den Umgang damit zu üben. Ich werde ihn nach
Ostern das erste Mal in einem Gottesdienst tragen. Und nach unserem Kurswochenende im Dezember mit dem Thema Abendmahl sind wir auch angehalten und berechtigt, das Abendmahl in Eigenverantwortung im Gottesdienst zu feiern, auch darauf freue ich mich sehr!
Prädikantin i.A. Frauke Eifler