Zwangsarbeit in Langenhorn

Die Hanseatischen Kettenwerke („HAK“) in der Essener Straße unseres Stadtteils waren ein Rüstungsbetrieb. Für die Luftwaffe und Kriegsmarine wurden in der NS-Zeit Geschosshülsen und Zünder für Flakgeschütze und Fliegerbordkanonen hergestellt. Als während des Krieges Arbeitskräfte als Soldaten gemustert wurden, holte sich das Arbeitsamt „Ersatz“:

Ab September 1944 befand sich ein Frauen-Außenlager des KZ Neuengamme auf dem Areal. Wenig bekannt ist, dass dazu auch Zwangsarbeiter aus der Strafanstalt Fuhlsbüttel herangezogen wurden. René Senenko von der Willi-Bredel-Gesellschaft entfaltet in seinem Vortrag die Geschichte der „HAK“, zu der auch die Situation im Zuchthaus und die gefährliche Außenarbeit gehört.

Im Mai 2019 wurde das betreffende Denkmal an die KZ-Opfer auf dem Gelände der Kettenwerke erneuert. Ein Nachmittag in der Reihe „KaffeeKulturGlaubenssachen“.

Der Eintritt ist frei.

Wolfgang Peper

Freitag, 31. Januar, 15 Uhr, St. Jürgen