Zeltlager 2021

Eine Teamerin berichtet
In diesem Jahr konnten wir endlich wieder ins Zeltlager fahren. Zweimal war ich als Kind im Zeltlager, nun bin ich das erste Mal als Teamerin im „Gesinde“ mitgefahren. Das „Gesinde“ ist quasi
der Versorgungsbereich vor Ort.
Mit dabei waren 30 Kinder aus Langenhorn und Bergedorf, neun Leiter und sieben Leute, die sich um das Essen, den Abwasch und den Einkauf gekümmert haben (das Gesinde). Über die gesamten Sommerferien verteilt, konnten trotz Corona, immerhin 200 Menschen, aufgeteilt in 4 Lager nach Wittfeitzen fahren.
Die meiste Zeit habe ich mit Essen zubereiten und abwaschen verbracht. Was vielleicht erst mal anstrengend und langweilig klingen mag, hat mir viel Spaß gemacht. Der Mittagsabwasch hat an
manchen Tagen schon einem „Workout“ geähnelt (wir haben alles mit der Hand abgewaschen), doch mit der richtigen Musik habe ich mich immer darauf gefreut. Neben der Musik war das
wunderbare Team natürlich ausschlaggebend für die gute Stimmung. Das habe ich auch bei der Essensvorbereitung gemerkt, da war nichts zu spüren von dem rauen Ton oder der Hektik, die ich
in einer so großen Küche vermutet hätte.
Als wir uns am ersten Abend in der Kieskuhle versammelt haben fiel schnell auf, wie wenige wir doch waren im Vergleich zu sonst: keine Extrabänke fürs Gesinde, nur ein Essenszelt, wo sonst drei
standen. Doch auch so war der Zeltplatz mitten im Wald von morgens früh bis abends spät mit Leben gefüllt. Haben wir zum Beginn noch die anderen Zelte vermisst, so wurde der Platz schnell
mit fröhlichem Spiel gefüllt und die kleinere Runde hat einen engeren Kreis geschlossen.
Das Wetter hat gut mitgespielt und so hatten wir ein paar Mal die Möglichkeit, alle zusammen ins Freibad zu gehen: Ein Naturfreibad umringt von Wald, das wir ganz für uns allein hatten.
Corona konnten wir hier mal in den Hintergrund stellen. Es gab keine Außenkontakte, alle waren getestet und so konnte „normales“ Zeltlagerleben stattfinden.
Dieses Zeltlager war anders als das, was ich bisher kannte und es war gut so.
Amelie Thran