Wir bitten um Geld – für neue Zelthäute

Im Jahr 1947 fuhr unsere Zeltlagergemeinschaft zum ersten Mal gemeinsam ins Zeltlager, damals, um Trümmerkindern aus der zerstörten Stadt Hamburg ein paar Wochen Erholung in der Natur zu ermöglichen. Nach fast 30 Jahren Nomadenzeit wurde unsere Gemeinschaft Mitte der Siebziger im Wendland auf dem „Zeltplatz mitten im Wald“ sesshaft. In etwa so lange fahren auch die Langenhorner Gemeinden jedes Jahr mit in den wunderschönen Wald nach Groß Wittfeitzen. Insgesamt sind mittlerweile weit mehr als 10.000 Menschen mit der Zeltlagergemeinschaft verreist, davon ca. 1.000 aus unserem Stadtteil. So ist es nicht verwunderlich, dass man als „Zeltlagermensch“ bei den unterschiedlichsten Begebenheiten den Begriff „Groß Wittfeitzen“ hört und immer wieder erstaunt ist, wie viele Menschen unser Zeltlager kennen bzw. schon mitgefahren sind. Zeltlager: Ein sinnstiftendes Projekt, das durch die gelebte Gemeinschaft über viele Jahrzehnte hinweg Menschen miteinander verbunden und geprägt hat. „Weißt Du noch damals…!“

„Zeltlager“ ist dabei kein Ersatz für Kirche, sondern vielmehr ein authentischer Teil unserer lebendigen und facettenreichen Kirche – viele Glieder, ein Leib. Man muss dem Zeltlager dabei aber auch zugutehalten, dass viele Menschen ohne die Zeltlagergemeinschaft, wahrscheinlich nie mit Kirche in Kontakt gekommen wären. Mission, so antiquiert der Begriff auch sein mag: Auf unsere vom Teilnehmeralter her junge Gemeinschaft trifft er sehr positiv zu, wenn Kinder auch Wochen nach den Sommerferien noch Zeltlagerlieder singen, im Stillen das Gespräch mit Gott suchen oder aber auf einmal von sich aus den Weg in die Gruppen und Gottesdienste der Gemeinde finden. Und auch für viele der ca. 150 ehrenamtlichen Mitarbeiter der Zeltlagergemeinschaft ist ihr Dienst im und fürs Zeltlager ihr Einsatz für die Kirche.

Der persönliche Spaß kommt dabei sicherlich nicht zu kurz. Aber ohne ein großes Stück Selbstlosigkeit wären Projekte wie das Zeltlager schlichtweg nicht möglich. Nicht wenige „opfern“ ihren Jahresurlaub für die Arbeit im Zeltlager.

Jedes Jahr bauen wir im Wald für ca. 400 Menschen 60 bis 70 große Fahrtenzelte auf. Die größten haben immerhin eine Grundfläche von 50 Quadratmetern. Manche unserer Zelte tun seit 40, 50 Jahren ihren Dienst – so ganz genau weiß das niemand mehr. Zwei Zelthäute müssen ersetzt werden. Die ältere Haut, dass wissen wir, ist über 30 Jahre mit nach Wittfeitzen gefahren. Die jüngere etwas über 20 Jahre. Nach dem vielen Regen in diesem Sommer haben sie aufgegeben und halten nicht mehr trocken. Sie haben den Ruhestand verdient. Für die Anschaffung unserer neuen Zelthäute benötigen wir € 2.200,00. Das ist eine Menge Geld für ein Projekt, das stets bemüht ist, die Teilnehmerbeiträge so niedrig wie möglich zu halten, um es allen Kindern möglich zu machen, mit ins Zeltlager zu fahren. Wir freuen uns über Menschen, die uns dabei im nächsten Jahr finanziell unterstützen würden. Über Ihre Spende erhalten Sie natürlich eine Spendenbescheinigung. Spenden bitte möglichst per Überweisung mit dem Verwendungszweck „Zeltlager“ auf das Gemeindekonto.

Im Namen des Langenhorner Zeltlagerteams,

Michael Grüttner

 

Bild: M.W.