Langenhorn – grüner Stadtteil

KKG Feburau 2020

Viele Autofahrer kennen Langenhorn nur durch die gleichnamige Chaussee, die als „Rennstrecke“ zwischen Norderstedt und Fuhlsbüttel dient. Dabei ist unser Stadtteil von vielem Grün und Naturschutzgebieten erfüllt: Der Name geht auf „Lange Horn“, d.h. „großer Laubwald“ zurück. Schon 1229 findet sich dieser Name in den Urkunden des Hamburger Stadtarchivs; und 1332 erwarb der Hamburger Bürgermeister Nicolaus v. Berge für 200 Mark-Pfennig „Langenhorn“ von dem Grafen Adolf VII. Die Tarpenbek und das Raakmor umschließen unseren Stadtteil: Sie laden zu erholsamen Spazierwegen am Rande der Großstadt ein. Einige Reetdachhäuser erinnern noch an dörfliche Zeiten. Aus der „Irrenanstalt Ochsenzoll“ wurde die hochmoderne Asklepios Klinik Nord. Die Fritz-Schumacher-Siedlung aus den 20er Jahren war während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft eine Hochburg des Widerstandes. Nach dem Krieg wurde unser Stadtteil vielen Vertriebenen zu einer neuen Heimat; und Bundeskanzler Helmut Schmidt erwarb in Langenhorn zwei Häuser, die seit 2016 Museen sind. Fünf Kirchen zwischen Willersweg und Eichenkamp laden zu Gottesdiensten, Gemeindeveranstaltungen und Festen ein. Richard Ebert, stellvertretender Vorsitzender des Langenhorner Heimatvereins, bringt uns die lange Siedlungsgeschichte des Stadtteils nahe.

Pastor Wolfgang Peper

Ein Nachmittag in der Reihe KaffeeKulturGlaubenssachen.

Freitag, 28. Februar, 15-17 Uhr, St. Jürgen

Bild: Graf zu Pappenheim