Das Warten und Hoffen

Jetzt wage ich vorsichtig Pläne für den Sommer zu machen und denke an den Urlaub im vergangenen. Ich erinnere mich an die Klippen am Meer, an das mächtige Rauschen, den Wind und den weiten Himmel. Und ich sah, wer die Berge macht und den Wind schafft. Ich bitte dich, Gott: Hilf mir in diesem neuen Jahr, auch im Alltag zu sehen, dass du es bist, der die Berge macht und den Wind schafft, und zeige mir, was du mit unserer Erde im Sinn hast.
“So lange die Erde besteht, sollen nicht aufhören Aussaat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht” Der Spruch aus Genesis 8,22 beschreibt mit vier Gegensatzpaaren den Rhythmus des Lebens: Aussaat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. Immer braucht es eine Zeit, in der die menschliche Kraft etwas einbringt in Gottes Schöpfung. Das muss wachsen und braucht Pflege. Der Wechsel der Arbeit wird genannt zwischen Alltag und Sonntag, zwischen Ausatmen und Einatmen, zwischen Tag und Nacht. Ich bin selbst verantwortlich dafür, dass mein Leben im Gleichgewicht bleibt. In seinem “spirituellen Kompass in Zeiten der Veränderung” schreibt Rainer Haak: “Ein lebendiges Gleichgewicht wird nicht dann erreicht, wenn ich unbeweglich und träge bin, sondern wenn ich den Rhythmus des Lebens erfahre und in Bewegung bin.”
Mein Leben kann aus dem normalen, gewohnten Rhythmus geraten. Doch auch das gehört zum Leben. Ich muss mich den Höhen und Tiefen des Auf und Ab stellen, wenn sie mich überraschen oder überfallen.
Nach Erich Franz