Corona: Es ist ruhig geworden….

Geht es Ihnen ähnlich? Es ist ruhig geworden auf den Straßen! Mein Pastorat liegt direkt neben unserer Kita an der Käkenflur und eigentlich ist der Lärmpegel am Vormittag erheblich – wenn sich die Kinder im Garten austoben, spielen, lachen, streiten und wieder vertragen.

Unsere Kirchen sind still. Die Türen sind geschlossen. Das Gemeindeleben, das auch unter der Woche einiges bietet, ist völlig zum Erliegen gekommen.

Auf Anweisung des Hamburger Senates werden bis Ende April keine Veranstaltungen in unserer Kirchengemeinde stattfinden.

Unsere Gemeindebüros sind daher zur Zeit auch nicht besetzt. Der Anrufbeantworter in St. Jürgen (Telefon 040 537 05 75) wird aber täglich abgehört, die Mails werden gelesen und der Postkasten geleert. Wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen und bitten Sie dafür um Ihr Verständnis.

Alle geplanten Gottesdienste und Veranstaltungen aber, besonders in der kommenden Osterzeit, werden entfallen. Das betrifft auch unsere Konfirmationen! Angesichts der unsicheren Lage haben wir die Konfirmationsgottesdienste in den Herbst verschoben. Alle betroffenen Konfirmandenfamilien werden schriftlich informiert.

Es ist schwer für uns als Gemeinde und als Pastoren, keine Gottesdienste zu feiern. Im gemeinschaftlichen Feiern können wir uns stärken und aufbauen, trösten und ermutigen. Wie soll das jetzt geschehen? Wir werden versuchen, andere Wege zu finden, um mit Ihnen in Kontakt zu bleiben.

Vielleicht mögen Sie den Kontakt auch zu uns suchen? Wir Pastoren sind per Mail oder telefonisch erreichbar. Schreiben Sie uns, schicken Sie uns ein Foto, gestalten Sie etwas künstlerisch und lassen Sie uns Anteil haben daran, wie Sie diese besondere Zeit bewältigen.

Vielleicht haben Sie eine Idee, die auch anderen helfen könnte.

Der Kirchenkreis hat eine Liste “Kirche und Religion im Radio” für uns alle zusammengestellt hat.

Sie finden dort viele Möglichkeiten, über das Radio, den Fernseher oder das Internet an Gottesdiensten und Andachten teilzunehmen oder sich mit christlichen und kirchlichen Themen zu beschäftigen. Vielleicht ein Schatz, den wir noch nicht entdeckt haben?

„Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“ (2Tim 1,7).

Wenn alles andere wegfällt, was uns vermeintlich hält, dann werden wir dünnhäutig und ängstlich. Aber in all den Veränderungen, die ja vermutlich nur kurze Zeit andauern werden, ist Gottes Zuspruch unveränderlich. Kraft und Liebe und Besonnenheit – gute Ratgeber in diesen Wochen. Lassen wir uns von Gott dazu bewegen, diesem guten Geist Raum zu geben.

Astrid Wolters